Vielfalt bewegt Kirche

Die Fachstelle "Interkulturell Evangelisch in Bayern" stellt sich vor

Dr. Aguswati Hildebrandt Rambe

Pfarrerin

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Gottes Gastfreundschaft
stellt einen Appell an
uns dar, über polarisierte Rollenfestschreibungen - kulturell dominierende Gruppe als Gastgeber, Migranten und Minderheiten als Gäste - hinauszugehen. Stattdessen ist (...) Gott selbst der Gastgeber und sein Geist lädt uns alle ein, in Demut und gegenseitiger Verantwortung an Gottes Mission teilzunehmen.

(ÖRK, Together Towards Life 71)

Markus
Hildebrandt Rambe

Pfarrer, Interkult. Trainer

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Die Praxis der Interkulturalität
konkretisiert sich zunächst als geduldiges Verzichten. (...) Interkulturalität  verzichtet darauf, Identitäten zu fixieren, indem zwischen Eigenem und Fremden eine feste Grenze gezogen wird.

(Raúl Fornet-Betancourt)

Susanne Odin

Teamassistenz
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Hier ist nicht Jude
noch Grieche,
hier ist nicht Sklave
noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

(Galter 3,28)

Einladend. Vielfaltsfähig. Eine interkulturelle Weggemeinschaft aus Menschen aller Sprachen und Kulturen: Das sind wir als Kirche Jesu Christi. Und das wollen wir sichtbar und erfahrbar leben als evangelische Christinnen und Christen in Bayern.

Engagierte Menschen und Gemeinden hierbei zu unterstützen und zusammenzubringen, das ist unser Auftrag als Fachstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Interkulturelle Öffnung und die Arbeit mit evangelischen Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft.

 

Gemeinsam sind wir: Interkulturell Evangelisch in Bayern!
 

Unser Kontext ...

Zuwanderung aus aller Welt verändert auch die evangelischen kirchlichen Landschaften in Bayern. Besonders in den Städten gibt es eine wachsende Anzahl evangelischer Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft (wir sprechen auch von "interkulturellen Gemeinden" oder "internationalen Gemeinden", nicht mehr von "ausländischen Gemeinden", "Migrationsgemeinden" oder "Gemeinden anderer Sprache und Herkunft"). Bei einem vielfältigen protestantischen Spektrum feiern sie ihre Gottesdienste meist unabhängig oder am Rande von landeskirchlichen Aktivitäten und Strukturen. Wir wollen einander vor Ort als ökumenische Nachbarn und evangelische Glaubensgeschwister wahrnehmen.

Zugleich ist auch die Evang.-Luth. Kirche in Bayern selbst eine Einwanderungskirche mit Menschen aus über 180 Nationen. Fast ein Fünftel der Mitglieder der Landeskirche hat eine eigene oder familiäre Zuwanderungsgeschichte - etwa 10 % sind selbst im Ausland geboren. Für viele gehören Mehrsprachigkeit und Interkulturalität zum Alltag. Was bedeutet dies für unsere kirchengemeindliche Willkommens- und Beteiligungskultur? Wie vielfaltsfähig und einladend wirken unsere gottesdienstlichen Angebote und gemeindlichen Aktivitäten auf neu Hinzukommende? Wie reagieren wir auf die veränderten Herausforderungen in der pädagogischen, diakonischen und seelsorgerlichen Arbeit in der Region?

Unser Fokus ...

... liegt auf innerevangelischer Vielfalt mit ihren unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und geistlich-theologischen Ausprägungen. Dies geschieht in Offenheit für die weitere Ökumene und den interreligiösen Dialog. Wenn es explizit um interreligiöse Arbeit als besonderer Teilaspekt von Interkulturalität geht, finden Sie Unterstützung bei unseren Kolleg*innen unter dem Menüpunkt Vernetzung. Dort finden Sie auch Kontakte, wenn es Ihnen eher um diakonische und gesellschaftspolitische Aspekte der Themenbereiche Migration, Flucht, Asyl oder Kirchenasyl geht.

Unser Service ...

... ist es, in diesem Kontext die interkulturelle Arbeit vor Ort zu beraten und zu stärken. Wir unterstützen Kirchengemeinden, Dekanate und Arbeitsfelder der ELKB sowie  andere evangelische Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft dabei, die neuen Herausforderungen wahrzunehmen, vorhandene Potenziale zu nutzen und die eigenen interkulturellen Erfahrungshorizonte zu erweitern. Dazu gehören z. B. die Begleitung regionaler Projekte, Hilfe bei mehrsprachigen Materialien sowie die Förderung von Austausch und Vernetzung mit evangelischen Gemeinden unterschiedlicher Sprache und Herkunft.

Projektstelle für die interkulturelle Arbeit mit geflüchteten Christen

Als interkulturelle Fachstelle arbeiten wir eng zusammen mit unserem Kollegen Gholamreza Sadeghinejad (oder kurz: Reza), der auf einer landeskirchlichen Projektstelle Ansprechpartner ist für persisch-sprachige Christinnen und Christen (meist aus dem Iran und Afghanistan) und deren Beheimatung in ihren Kirchengemeinden vor Ort. Er berät und unterstützt vor allem in den Bereichen Gottesdienst, Tauf- und Glaubenskurse, Seelsorge und der Ausbildung von Multiplikator*innen. Hier erfahren Sie mehr

Gholamreza (Reza) Sadeghinejad

Theologisch-Pädagogischer Referent

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Die Liebe tut dem Nächsten nichts
Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. 
(Röm 13,10)

کسی‌که همسایهٔ خود را دوست دارد، به او بدی نمی‌کند. پس محبّت اجرای كامل تمام شریعت است.

 رومیان 13:10

Dienstauftrag für die für die pastorale Arbeit mit oromosprachigen Christen

Zu unserem Team gehört seit 1.9.2021 auch Mulugeta Giragn Aga, Gemeindepfarrer in der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Lukas in Schweinfurt, mit einem bayernweiten Dienstauftrag im Umfang von 6 Stunden/Woche. Sein Schwerpunkt liegt auf der seelsorgerlichen und gottesdienstlichen Begleitung lutherischer Oromos (überwiegend junge Geflüchtete aus Äthiopien) im Großraum Nürnberg, die in der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Jakob in Nürnberg ein zuhause gefunden haben. Hier erfahren Sie mehr ...

Mulugeta  Giragn Aga

Pfarrer

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Einzeln sind wir
Worte, zusammen ein Gedicht

 

Kopha kophaatti nut jechoota, waliintaanee walaloodha

(Georg Bydlinski)

Projektstelle für die Unterstützung der Arbeit mit Geflüchteten aus der Ukraine

Seit April 2022 nutzt auch Karina Tiutiunnyk gelegentlich unser Fachstellen-Büro.
Hier erfahren Sie mehr ...

Karina Tiutiunnyk

Theologisch-Pädagogische Referentin

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Denn obwohl ich frei
bin von jedermann,
habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, auf dass ich möglichst viele gewinne (...). Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden,
damit ich die Schwachen gewinne (...).
Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, auf dass ich an ihm teilhabe.
(Paulus in 1.Kor 9,19-23)

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ELKB-Fachstelle Interkulturell Evangelisch
Aguswati & Markus Hildebrandt Rambe
Hummelsteiner Weg 100
90459 Nürnberg

Tel. 0911 4333 2889
 

E-Mail: interkulturell@elkb.de

Facebook: fb.com/interkulturellevangelisch

Website: interkulturell-evangelisch.de

Sekretariat/Teamassistenz: Susanne Odin
Tel. 089 5595 681, Fax 089 5595 8681

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